In unserer Zeit ist nichts wichtiger als geistliche Nahrung für Anfänger und Fortgeschrittene. Diese findet ihr nicht nur auf diesem Blog, sondern heute vor allem auch hier:
Was heute bedeutungsvoll und wertvoll ist
vor 3 Monaten
In unserer Zeit ist nichts wichtiger als geistliche Nahrung für Anfänger und Fortgeschrittene. Diese findet ihr nicht nur auf diesem Blog, sondern heute vor allem auch hier:
In einer Vikariatsarbeit schreibt Kerstin Geiger, „Wenn in einer Gebetsgemeinschaft Stille entstand, war das höchstpeinlich.“ Das kenne ich auch aus eigenem Erleben. Dabei sind es doch diejenigen, die den Glauben an Jesus Christus etwas ernster nehmen, die überhaupt an einem Gebetskreis teilnehmen. Etwas mehr nehmen an den Bibelstunden teil. Den übrigen genügt es mit einer gewissen Regelmässigkeit oder nur an den Feiertagen den Sonntagsgottesdienst zu besuchen. So sieht also ist das spirituelle Leben der Christenheit aus...Was will man da noch von ihm erwarten?
Ohne Stille kann Gott nicht zu uns sprechen.
„Die Behauptung, dass es einen Unterschied zwischen bibelgelehrt und geistgelehrt gibt, mag manchem Leser einen Schock versetzen. Und doch ist sie zutreffend.Es ist sehr wohl möglich, dass man in den Grundlagen des Glaubens unterwiesen wurde und dennoch überhaupt nicht verstanden hat, um was es eigentlich geht. Und es ist möglich, ein Experte in der biblischen Lehre zu werden und doch kein geistliches Licht zu haben. Die Folge davon ist, dass ein Schleier über dem Geist bleibt, der ihn davon abhält, die Wahrheit in ihrem geistlichen Wesen zu erfassen.
Die meisten von uns kennen Gemeinden, die ihre Kinder vom zartesten Alter an in der Bibel unterrichten, sie ausführlich im Katechismus unterweisen, sie in Gesprächsgruppen weiter ausbilden und dennoch niemals ein lebendiges Christentum noch eine starke Frömmigkeit in ihnen wecken.
Bei ihren Mitgliedern gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass sie vom Tod ins Leben gekommen sind. Keines der Kennzeichen der Errettung, die in der Bibel so eindeutig angeführt werden, ist unter ihnen zu finden. Ihr religiöses Leben ist korrekt und leidlich moralisch, aber völlig automatisch und ohne jeglichen Glanz. Sie tragen ihren Glauben, wie man früher bei Trauer eine schwarze Armbinde trug, um seine Liebe und Achtung für den Verstorbenen zu zeigen.
Solche Menschen kann man nicht als Heuchler abtun. Viele von ihnen sind ergreifend ernst bei der Sache. Sie sind einfach blind. Weil der lebendige Geist fehlt, müssen sie sich zwangsläufig mit einem äußerlichen Glauben zufriedengeben, während sie die ganze Zeit tief in ihrem Herzen nach echtem geistlichem Leben hungern und nicht wissen, wo bei ihnen der Fehler liegt.
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Unter den orthodoxen Gläubigen findet man manchmal eine leblose Abhängigkeit vom Buchstaben des Textes, ohne dass auch nur das geringste Verständnis seines Geistes vorhanden ist. Wenn wir die Wahrheit wirklich kennen wollen, müssen wir uns beständig vor Augen halten, dass die Wahrheit ihrem Wesen nach geistlich ist."
An anderer Stelle sagt er: "Was Gott seiner Gemeinde je zu ihrer Zeit zu sagen hat, hängt gänzlich davon ab, in welchem moralischen und geistlichen Zustand sie sich befindet und was die geistliche Not der Stunde ist. Christliche Leiter, die die Schriften unablässig in einer mechanischen Weise auslegen, ohne die gegenwärtige geistige Situation zu berücksichtigen, sind nicht besser als die Schriftgelehrten in den Tagen Jesu, die wie Papageien das Gesetz rezitieren, ohne im entferntesten zu erkennen, was geistlich um sie herum vorgeht.
Torsten Hebel sagt in seinem Buch "Freischwimmer" : „Wir brauchen eine neue suchende Spiritualität, denn Theologie ohne Spiritualität ist nur eine Hülle und dient am ende niemandem mehr. Es ist an der Zeit neue Fragen zu stellen, und all die alten Antworten, die wir irgendwann einmal gelernt haben, erst einmal beiseite zu schieben.“